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Chromsäure eloxieren

Die Chromsäureanodisierung ist nicht nur auf Grund ihrer Elektrolytzusammensetzung ein Spezial-Verfahren. Parameter wie z.B. Stromdichte, Expositionszeit und Temperatur wirken sich stark auf die zu bildende Oxidschicht aus. Dieses Verfahren wird in der Regel verwendet, wenn hohe Anforderungen an den Korrosionsschutz gestellt werden und technisches Eloxieren wegen der Dauerschwingfestigkeit keine Option ist. Eine nicht verdichtete Chromsäure Schicht bietet zudem einen perfekten Haftgrund bei Aluminiumbauteilen, die noch verklebt oder lackiert werden müssen.

Eigenschaften

Das Verfahren hat den Vorteil, dass Elektrolytreste, die auf der Schicht, in Vertiefungen oder in engen Hohlräumen zurückbleiben können, zu keinen Korrosionen führen. Deshalb findet dieses Verfahren besonders in der Luftfahrtindustrie Anwendung.

Weitere Details

Die Verschleißfähigkeit und Härte ist geringer als beim Schwefelsäureverfahren. Chromsauer anodisierte Flächen, die einer Verschleißbeanspruchung unterliegen, dürfen nicht zusätzlich chemisch oxidiert werden.

Die Widerstandsfähigkeit gegen Säuren und starke Basen ist schlecht. Die Schicht verträgt jedoch Lösungen mit pH-Werten zwischen 6 und 9 gut. Die Korrosionsbeständigkeit wird durch eine Nachverdichtung der Oxidschicht verbessert, bleibt aber in jedem Fall geringer als die der Schwefelsäure-Anodisierschicht.

Gute elektrisch-isolierende Eigenschaften, niedrige elektrische Leitfähigkeit.

Die mittels Chromsäure erzielten Oxidschichten sind etwas dünner als die durch Schwefelsäure erzielten, besitzen jedoch eine höhere Elastizität. Übliche Schichtdicken liegen je nach Legierung meist im Bereich von 1 - 5 μm. Die Oxidschicht wächst von der ursprünglichen Oberfläche aus ca. 1/3 nach außen und 2/3 nach innen.

Die Schichten lassen sich nicht gut färben. Die Eigenfärbung ist je nach Zusammensetzung des Grundmetalls mehr oder weniger grau bis grünlich, mit zunehmendem Siliziumgehalt dunkler werdend.

Aussehen: Die anodische Oxidation macht die Korngrenzen und den Faserverlauf sichtbar. Die Ausseigerung von zurückgelassener Chromsäure durch Kapillarität kann Risse und Faltungen des Metalls zum Vorschein bringen. Dadurch ist eine Rissprüfung von Teilen möglich.

Bei Aluminium und Aluminiumlegierungen können die meisten Legierungen verwendet werden, gegossene Legierungen sowie Legierungen mit über 5 % Kupfer jedoch nur bedingt. Als Vorbehandlung für Lack und Kleben darf die Beschichtung nicht verdichtet werden.