Chemisch Nickel

Die chemische Vernickelung ist eine Oberflächenveredelung, die außen stromlos (chemisch) auf nahezu alle Metalle (Stahl, Edelstahl, Aluminium, Aluminiumlegierung, Buntmetalle u.a.) und viele Nichtleiter aufgebracht werden kann. Sie unterscheidet sich in ihren chemischen, physikalischen und mechanischen Merkmalen wesentlich von galvanisch aufgebrachtem Nickel. Vorteilhaft ist der konturengenaue, korrosionsbeständige und verschleißfeste Oberflächenschutz auch deshalb, da er gleichmäßig in tiefste Bohrungen und Passungen aufgetragen werden kann.

Der Anteil an Phosphor hat wesentlichen Einfluss auf die Härte und die Korrosionsbeständigkeit. Des weiteren können Zusatzstoffe wie Teflon, Siliziumcarbid u.ä. mit in die Oberflächen abgeschieden werden, die zusätzliche Härte- oder Trockenschmiereffekte erzielen.

Vielseitiger Einsatz für:
o Luft- und Raumfahrt
o Maschinenbau
o Chemische Industrie
o Papierindustrie
o Automobilindustrie
o Reaktorindustrie
o Hydraulikindustrie
o uvm.

Die Schichteigenschaften
des chemischen Nickelüberzuges sind abhängig von den Abscheidungsbedingungen, dem Grundmaterial und der Schichtdicke. In der Regel sind die Legierungsüberzüge (Nickel-Phosphor) homogen und porenfrei. Sie sind resistent gegenüber den meisten organischen und anorganischen Medien. Die Beständigkeit in neutralen und alkalischen Lösungen ist sehr gut. Nicht zu empfehlen ist der Einsatz bei oxidierenden Säuren. Die Nachbehandlung durch Tempern steigert die Härte und verbessert damit die Verschleißfestigkeit.

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